Deutschland: CDU-Generalsekretär setzt sich für Youcef Nadarkhani ein

Gott schafft noch immer Zeichen und Wunder. Schon länger war bekannt, dass der CDU/CSU Fraktionsvorsitzende im deutschen Bundestag, Volker Kauder, sich kontinuierlich mit dem Thema der Christenverfolgung befasst. Unlängst hat sich auch der außenpolitische Sprecher derselben Fraktion, Mißfelder, für die weltweite Ächtung der Christenverfolgung eingesetzt.

Nun hat auch der Generalsekretär der CDU, Hermann Gröhe, das „Wort“ ergriffen und sich für den vom Tod durch den Strang bedrohten, iranischen Hauskirchenpastor Youcef Nadarkhani eingesetzt. Der Fall Nadarkhani ist mittlerweile international bekannt und auch wir vom BGVK hatten bereits vor einigen Wochen zu einem Gebetstag für dessen Freilassung aufgerufen. Zur Erinnerung: Youcef Nadarkhanis Fall begann mit dessen Weigerung, seine beiden Söhne am plötzlich obligatorisch gewordenen Koranunterricht in der Schule teilnehmen zu lassen. Daraufhin wurden ihm diverse Verbrechen zur Last gelegt, das „schlimmste“ davon „Apostasie“ (Abfall vom Islam), um ihn für sein Einstehen für die Glaubens- und Religionsfreiheit zu bestrafen.

Nun hat also offensichtlich die um ihr „christliches“ Profil besorgte CDU das Thema der Christenverfolgung als Möglichkeit erkannt, das „C“ in ihrem Namen wieder stärker hervorzuheben. Hermann Gröhe habe, so die christliche Nachrichtenagentur „idea“, dem Botschafter der Islamischen Republik Iran in Deutschland, Ali Reza Attar, einen Brief zukommen lassen, in dem er die „bedingungslose und sofortige“ Freilassung Nadarkhanis fordere. In der politischen Landschaft der Bundesrepublik eine selten klare und eindeutige Aussage. Bevor man mir wieder politische Einseitigkeit vorwirft: Sollten Politiker irgendeiner anderen Partei ähnlich klare Aussagen, das Thema dieses Blogs betreffend, machen, werden sie herzlich gerne ebenfalls von mir erwähnt werden. Wie dem auch immer sei: in jedem Falle scheint die „Angelegenheit Nadarkhani“ mittlerweile auch in deutschen Spitzengremien der Politik angekommen zu sein. Das ist für die Wahrscheinlichkeit, dass Pastor Youcef nicht so ohne weiteres hingerichtet werden wird, sicherlich ein positiver Schub.

Wir wissen ja: Fälle, die internationales Aufsehen erregen, haben auch in der Vergangenheit oft genug Diktaturen dazu gebracht, Dissidenten weniger brutal zu behandeln, um ihr Image zu verbessern oder zumindest nicht weiter zu ruinieren. Das Schreiben Gröhes vom 05. September 2011 sei bisher jedoch unbeantwortet geblieben. Für Gröhe stehe das Todesurteil gegen den Gottesmann „in klarem Widerspruch zu dem für den Iran völkerrechtlich bindenden Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte“, da Nadarkhani allein aufgrund seines Glaubens hingerichtet werden solle. Das Recht der freien Religionsausübung sei ein „fundamentales Menschenrecht“, so Gröhe.

„Wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie dieses Recht untergraben oder massiv mit Füßen getreten wird.“

In diesem Zusammenhang sei noch einmal auf die Aktion der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGfM) – Ortsgruppe Hamburg- hingewiesen, die am Freitag, den 16. September 2011 einen Marsch zum dortigen, iranischen Konsulat veranstaltet. Details SIND HIER ZU FINDEN.

BITTE BETEN SIE WEITERHIN FÜR DIE FREILASSUNG VON PASTOR YOUCEF. SELBST WENN DEUTSCHE SPITZENPOLITIKER SICH FÜR IHN JETZT EINSETZEN, BEDEUTET DAS NOCH GAR NICHTS. DIE FANATISCHEN MULLAHS IM IRAN DENKEN UND FÜHLEN NICHT SO, WIE WIR ES ERWARTEN. GOTT SELBST MUSS EINGREIFEN, DAMIT YOUCEF NADARKHANI NICHT VON DER IRANISCHEN WILLKÜR-„JUSTIZ“ GETÖTET WERDEN WIRD.

(Quelle: „idea.de“ vom 14. September 2011)

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