Indonesien: Verfolgung absurd – Familie wird evakuiert

Die Verfolgung des christlischen Glaubens nimmt weltweit immer absurdere Züge an. Der, laut internationalem Hilfswerk, „open doors“ am meisten verfolgte Glaube weltweit, das Christentum, wird unter immer haasträubendere Verdächtigungen gestellt. Nun musste unlängst ein amerikanisches Lehrerpaar aus ihrer Wohngegend „evakuiert“ werden, nachdem Muslime Gerüchte darüber aufbrachten, dass diese evangelisiert hätten.

Indonesien

Die US-Staatsbürger David Graeff, seine Frau Georgia und ihre beiden Söhne (12 und 14) wohnten bis vor wenigen Tagen noch in Palu in Zentralsulawesi. Dort war es in den Jahren 2001 und 2002 bereits zu schweren, interreligiösen Auseinandersetzungen gekommen, die mehrere Menschenleben gefordert hatten. Die Region gilt deshalb als „schwieriges Pflaster“, weil das Einvernehmen zwischen Christen und Muslimen dort eher schwach und extrem fragil ist.

Hier nun arbeitete David Graeff als Englisch-Lehrer im nahegelegenen Uwera. Wie weit der religiös motivierte Irrsinn bereits gediehen ist, zeigt das Verhalten eines lokalen, muslimischen Aktivisten namens Habib Saleh, der aufgrund der Tatsache, dass ein „Ausländer“ (mit anderen Worten: ein Christ) in der Region arbeitet bereits „misstrauisch“ geworden sei. Dazu habe u. a. die Tatsache beigetragen, dass David Graeff in Uwera arbeitet, aber in Palu wohnt. Welch merkwürdiges Verhalten… Habib Saleh sagte, als Krönung seiner absurden Äußerungen:

Was war da los ? Da muss es eine andere Agenda geben. Warum sollte man Englischlehrer aus den USA holen ?

Nun, vielleicht, weil Englisch deren Muttersprache ist, die sie beherrschen und deren Beherrschung auch vermitteln können ? Aber dieser ebenso simple, wie naheliegende Gedanke ist wohl den örtlichen Radikalen nicht zu vermitteln. Hier treffen sich Christophobie mit Xenophobie zu einer Mischung, die, würde sie andersherum in Deutschland auftauchen, wohl als „rechtsextrem“ und „kleingeistig“ kritisiert werden würde.

Wie dem auch sei, die Familie Graeff wurde schließlich, nachdem wieder einmal aus „unbestätigten Quellen“ Gerüchte auftauchten, sie würden am Wochenende in den nahegelegenen Bergen Evangelisationen abhalten, vom besorgten Polizeipräsidenten Palus, Deden Granada, evakuiert und in ein besser zu sicherndes „Zuwanderungs-Büro“ gebracht. Kaum waren die Graeffs aus dem von ihnen angemieteten Haus gelangt, wurde auch bereits ihr Auto abgefackelt.

BITTE BETEN SIE FÜR DEN FRIEDEN IN ZENTRALSULAWESI. BETEN SIE BITTE AUCH DAFÜR, DASS DIE FAMILIE GRAEFF UNBESCHADET DAS LAND VERLASSEN KANN.

(Quelle: „Jakarta Post“ vom 06. September 2011)

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3 Gedanken zu “Indonesien: Verfolgung absurd – Familie wird evakuiert

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