Indien: Konvertiten und Hinduismus

Wer bislang glaubte, das Verprügeln und Beschimpfen von Christen, die einst anderen Glaubensrichtungen anhingen, sei eine exklusive Spezialität des Islam, dem sei gesagt: Leider Gottes ist es nicht so. Was sich in Indien abspielt, könnte genauso in Pakistan passieren, nur dass dort die Angreifer und Hass-Werkzeuge eben einem anderen System unterliegen.

Karte von Indien

Indien

Die beiden jungen Männer Bhasker (20) und Hemanth Naik (22) aus dem Dorf Mank im Nord-Kanara-Distrik des Bundesstaates Karnataka arbeiteten über ein Jahr lang in Udupi für ein privates Unternehmen. Dort hörten sie vor ca. sechs Monaten die Predigten des Pastors Sadananda von der „Christian Fellowship“ und entschlossen sich dann, Christus nachzufolgen. Als sie später in ihren Ort zurückkehrten und aus ihrer Konversion kein Geheimnis machten (welcher frisch zum Glauben Gekommene macht das schon ?), begannen sofort die Nachstellungen der sog. „Bajrang Dal“, der Jugendbewegung der National-Hinduistischen Partei.

Sie sollten ihrem Glauben abschwören, wurden massiv beschimpft und „natürlich“ auch verprügelt. „Deshalb werden sie euch verfolgen, wie sie mich verfolgt haben.“ (Johannes 15,20) Das Wort der Bibel bewahrheitet sich so auf schlimme Art und Weise. Als also Bhasker und Hemanth nicht im Traum daran dachten, Christus zu verleugnen und wieder Hindus zu werden, da begann das übliche Spiel: sie wurden bei der Polizei wegen angeblicher „Zwangskonversionen“ angezeigt. Das bedeutet, man wirft ihnen vor, andere Hindus „mit Gewalt und gegen deren Willen“ zu Christen machen zu wollen. Dieses Zwangskonversionsgesetz ist die indische Spielart des „Blasphemiegesetzes“ aus Pakistan. Beide weden vornehmlich dazu genutzt, um Andersgläubige (gerne Christen, weil die so gerne die „andere Wange“ hinhalten) „(mund)-tot“ zu machen. Nach kurzer „Untersuchung“ der Sachlage durch den örtlichen Polizei-Inspektor Venkatappa wurden jedenfalls nicht die Schläger sondern die beiden frischen Konvertiten verhaftet und sind bislang noch immer in Haft.

Sajan K. George vom „Global Council of Indian Christians“ drückte hierzu seine tiefe Besorgnis darüber aus, dass Christen regelmässig von Hindu-Nationalisten angegriffen werden, während die Behörden „wegschauen“ weil ihr eigenes, politisches Überleben von den hinter den Verfolgungen stehenden Kräften abhängig sei.

BITTE BETEN SIE FÜR BHASKER UND HEMANTH NAIK, BITTEN SIE DEN VATER DARUM, DASS ER IHNEN, WIE EINSTMALS DEN APOSTELN, DIE GEFÄNGNISTÜREN ÖFFNEN MÖGE.

(Quelle: „asia news“ vom 09. September 2011)

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