Turkmenistan: Verfolgung absurd – „Ihr macht hier keinen Urlaub !“

Eine Gruppe von ca. 40 Mitgliedern der „Pfad des Glaubens“ Baptistengemeinde von Dashgouz, Turkmenistan, wollte gemeinsam Sommerurlaub machen. Was dabei so passieren kann ? Schauen wir mal.

Turkmenistan

Als die Gruppe in ihrem Urlaubsort, dem „Awasa – Resort“ am Kaspischen Meer, ankam, wurden sie beinahe unmittelbar in ihrer Unterkunft am Abend des 31. Juli 2011 von acht Offizieren der lokalen Polizei in Komplizenschaft mit dem örtlichen Imam bedrängt und zeitweise in Gewahrsam genommen. „Ihr macht hier keinen Urlaub !“ wurde ihnen mitgeteilt.  Die Gruppe wurde nach dreitägigen Beschimpfungen durch Polizisten, den bereits erwähnten Imam Chari-Hajji Mommalijew und sonstige Muslime schließlich dazu gezwungen, ihren Urlaub abzubrechen.

Christen gelten in Turkmenistan ganz offen als „Sektierer“ und ihnen wird Religionsfreiheit weitestgehend vorenthalten. Für die internationale Organisation „open doors“ steht das Land mittlerweile auf einem unrühmlichen 15. Platz des Weltverfolgungsindexes. In der Praxis wird von allen nichtmuslimischen, religiösen Gemeinschaften eine staatliche Registrierung verlangt, die aber an so hohe Hürden gebunden ist, dass sie de facto nie erreicht werden können. Wer diese Registrierung nicht besitzt, ist, wie hier bei der Baptistenkirche geschehen, Freiwild für staatliche und religiöse Verfolgung.

Die „Pfad des Glaubens“-Kirche hat seit SECHS JAHREN versucht, eine staatliche Registrierung ihrer Gemeinde zu erreichen, bislang (und nicht überraschenderweise) ohne Erfolg.  Die urlaubenden Christen wurden unter dem Vorwand ihre Personaldaten „registrieren“ zu wollen zur nächstgelegenen Polizeiwache gebracht, ihrer Personaldokumente mit vorgehaltener Waffe beraubt und danach einzeln „befragt“. Dabei wurden sie unter massiven, psychologischen Druck gesetzt, beschimpft und ihr Glaube verächtlich gemacht. Besonders der Imam, (nennen wir ruhig noch einmal seinen Namen:)  Chari-Hajji Mommalijew, der wie im Land üblich auch als Leiter des lokalen „Büros für religiöse Angelegenheiten“ fungiert,  soll sich laut Aussagen aus der Gruppe, dabei besonders hervorgetan haben.

Als einzelne Mitglieder der Kirche berechtigterweise darauf hinwiesen, dass für Reisen innerhalb Turkmenistans keine Registrierung der Reisenden vorgesehen ist und auch kein derartiges Gesetz existiere, wurde ihnen mitgeteilt, dass aus „Sicherheitsgründen“ weiterhin Personaldaten erfasst würden. Niemand wurde dauerhaft inhaftiert, aber in den nächsten drei Tagen mussten sich alle Mitglieder der Gruppe täglich bei den Behörden melden und dort weitere, intensive Verhöre über sich ergehen lassen. Schließlich musste die Gruppe ihren Sommerurlaub abbrechen.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE „PFAD DES GLAUBENS“ – GEMEINDE IN TURKMENISTAN ! MÖGEN SIE ANDERNORTS EINEN WUNDERBAREN, GESEGNETEN URLAUB VERBRINGEN !

(Quelle: „forum 18 news“ vom 05. September 2011)

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