Kommentar: „Christophobia“ – warum haben Menschen Angst vor dem Evangelium ?

Wissen Sie, liebe Leser, ich habe mir seit dem Beginn der Beschäftigung mit der Christenverfolgung schon öfter die Frage gestellt, warum eigentlich so viele Menschen, Regierungen und NGOs weltweit so eine große Abneigung gegen das Christentum haben.

Diese Abneigung scheint mir manchmal geradezu von einer Art völlig irrationaler Angst motiviert zu sein, vor allem in Hinblick auf die staatlichen Christenverfolgungen in Ländern wie Nordkorea oder dem Iran. Wovor haben diese Leute nur solche Angst, wenn sie es nötig haben, Bibeln in Massen zu verbrennen, die Ländereien für christliche Friedhöfe zu beschlagnahmen oder gar die erfolgreichen Evangelisten ihrer Länder zu inhaftieren ?

Rein spirituell gesehen könnte man es sich als Christ einfach machen. Da ist es dann wie mit einem Menschen, der lange in der Dunkelheit gelebt hat und dies vermutlich nicht einmal wusste, sondern höchstens instinktiv „gespürt“ hat. Dieser Mensch wird, wenn ihn das Licht (des Evangeliums) zum ersten Male erreicht, sicher automatisch die Augen abwenden, das Gesicht wie im Schmerz verzerren und die Hände zur Abwehr der wärmenden, erhellenden Strahlen vor den Kopf halten. So kommen mir viele der „Gesetzgeber“ in verschiedenen Staaten vor. Sie halten die Strahlkraft der „Guten Nachricht“ einfach nicht aus und müssen so „legale“ Möglichkeiten schaffen, das Licht zu brechen, es zu verdunkeln oder „draußen“ zu halten. So weit, so schlecht.

Dann wiederum politisch betrachtet erscheint es geradezu kontraproduktiv, wenn man staatlicherseits die Christengemeinden nicht fördert. Christen gehören aufgrund der biblischen Lehren grundsätzlich weltweit (wohl nicht in Deutschland, aber das kann Thema eines anderen Kommentars werden) zu den staatstragendsten, patriotischsten, wirtschaftlich erfolgreichsten und am leichtesten zu regierenden, gesellschaftlichen Gruppen schlechthin. Sie sind als echte Christen im Kern keiner ethnischen Gruppe, keinem Familienclan oder potentiellen Revoluzzer verpflichtet und geben üblicherweise „dem Kaiser, was des Kaisers und Gott, was Gottes ist“. Bravere „Untertanen“ kann ein Staat, gleichwo auf diesem Planeten ja gar nicht haben !
Es müssen also andere Erwägungen eine Rolle spielen und da kommt natürlich im politischen Bereich die „Sündenbock“-Funktion ins Spiel. Christen dienen, oftmals in muslimischen Staaten, als willkommene Sündenböcke für eigene Versäumnisse in der sozialen Entwicklung des Landes. Außerdem kann man sie als „Entrechtete“ dann ja auch gut enteignen und sich so eine illegitime Einnahmequelle verschaffen. Zurückkommend auf das Motiv der Angst muss man jedoch konstatieren, dass mit der Angst nationaler Desintegration von Seiten der Repressoren gespielt wird, um damit ihre Länder innerlich zu festigen. Die berüchtigte Monokultur soll Einheit statt Diversifizierung, sie soll Einigkeit, statt innere Konflikte schaffen. „Ein Land, ein Volk, ein Glaube.“ Darunter leiden Christen bspsw. in Usbekistan oder Pakistan. Es ist also die Angst vor einer lebendigen, politischen Kultur, die Nationalisten von Indien bis Indonesien etc. dazu bringt, Christen als „Fremde“ auszugrenzen.

Aus eschatologischer Sicht steht natürlich hinter all den Bemühungen, „den Weg, die Wahrheit und das Leben“ zu bekämpfen der Erzfeind alles Lebendigen, Guten und Wahrhaftigen. Der Zerstörer der Seelen, der eigentlich bereits seit Christi Auferstehung abgewirtschaftet hat, aber dennoch mit Macht und gnadenloser Wut (schauen Sie einmal in die Augen islamischer Hassprediger oder indischer Christen-Verbrenner, dann sehen Sie seinen verzweifelten Zorn)  weiterhin versucht, Menschen unter sein Kommando zu bringen. Die Macht des Todes hat unser Herr bereits gebrochen und dem Feind eine mächtige Waffe entrissen, nämlich UNSERE Angst davor.
Die Angst des Teufels, eines Tages von Christus  gerichtet und vernichtet zu werden, steckt am Ende des Tages hinter all den Massakern, Folterungen, Vertreibungen und Diskriminierungen von wahren Christen weltweit. Wenn wir als schwache und nun einmal sündige Menschen, ihm Einfallstore in unsere Herzen und Seelen geben, dann können wir schnell zu seinen Werkzeugen werden, bitte glauben Sie mir das. Dies müssen wir leider auch den übelsten Sündern, seien es Kommunisten, Muslime oder einfache Banditen, seien es atheistische Journalisten oder libertäre Politiker einfach zugestehen.

Nur deshalb ist eine aktive Evangelisierung und auch konstantes Beten für Gottes übernatürliches Eingreifen notwendig. In diese Konflikte, die durch vielfältige Ängste geschürt werden, können wir uns anders kaum noch einmischen. Denn im Kern ist es doch so: Wir wissen, wer „zuletzt lacht“ und wer am Ende über alle richten wird. Es wird nicht der „gefallene Engel“ sein, sondern der Pantokrator Jesus Christus. In dieser Hoffnung leben wir und in dieser Hoffnung müssen wir  auch bereit sein, zu sterben. Wir können die Angst überwinden durch Hoffnung. Was haben die anderen ?

BITTE KOMMENTIEREN SIE DIESEN BEITRAG NACH BELIEBEN ! ICH FREUE MICH AUF IHRE IDEEN UND ARGUMENTE.

Ihr

Martin Clemens Kurz

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3 Gedanken zu “Kommentar: „Christophobia“ – warum haben Menschen Angst vor dem Evangelium ?

  1. Pingback: Bete den Stein an, aber werfe mich nicht damit! « kopten ohne grenzen

  2. Die ersten Christen hatten sehr wohl ein Problem mit dem damaligen römischen Reich. Zwar haben sie diese Probleme nicht selbst aktiv verursacht, sondern ganz im Gegenteil durch ihr möglichst untadeliges Verhalten wenig Angriffspunkte geliefert. Dennoch war der Konflikt mit dem Staat spätestens bei dessen Forderung nach Verehrung des Kaisers unvermeidlich. Für die Regierenden gibt es also sehr wohl bessere Staatsbürger als die Christen, nämlich die Mitläufer, die alles klaglos schlucken, um nur ja nicht anzuecken. Insofern halte ich die Abneigung von Politikern, die in erster Linie an Machtausübung interessiert sind, gegenüber Christen rational für durchaus nachvollziehbar. Auch in der DDR waren die Kirchen Keimzellen des Widerstands gegen die SED-Diktatur. Politiker vergessen so etwas nicht. Dumm sind sie in der Regel nicht.

    • Interessanter Einwand. Wer „Gott mehr Ehre gibt“, als den Menschen, also auch den weltlichen Autoritäten, ist natürlich potentiell für Materialisten, die über das Sicht- und Greifbare nicht hinausdenken können, gefährlich. Zumindest ist er ihnen unheimlich, weil er eine „spirituelle Dimension“ in sein Handeln miteinbezieht, zu der sie vermeintlich keinen Zugang zu haben glauben. Danke für diesen mit mir und den Lesern geteilten Gedanken ! Frohe Feiertage ! 🙂

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