Vietnam: „die Tage des Schweigens sind vorbei“

In Vietnam haben am Sonntag, den 14. August 2011 ca. 2000 Gläubige gegen die staatlichen Repressionen demonstriert, welche die Behörden in den letzten Wochen gegen die katholische Kirche eingesetzt haben.

Vietnam

Mindestens 2000 Gläubige haben am 14. August 2011 im Rahmen einer katholischen Messe in Ho-Chi-Minh-Stadt gegen die Angriffe auf zwei katholische Diözesen angebetet und dabei der Inhaftierten Gläubigen gedacht. Bei Massnahmen staatlicher Behörden gegen die Diözesen von Vinh und Tanh Hoa wurden kirchlicher Landbesitz beschlagnahmt und mindestens 40 vietnamesische Katholiken verhaftet. Einige davon wurden bei der Einreise auf den Flughäfen von Vinh, Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt festgenommen.

Lokale Quellen lassen verlauten, die vietnamesische Regierung hätte eine Kampagne gegen „Intellektuelle und katholische Christen der Vin und Tanh Hoa Diözesen“ gestartet, um „eine Warnung“ an andere Diözesen zu senden. Um welche Art der Warnung es sich handelt, kann leicht aus den „Zielen“ der staatlichen Maßnahmen ersehen werden, denn die aufkommende, patriotische Bürgergesellschaft des Landes macht den alten, kommunistischen Machteliten Vietnams ganz offensichtlich Angst. Angst vor einer Veränderung Vietnams in ein bürgerlich-liberales Land westlicher Prägung. Die Verhafteten waren allesamt als „gut mit den Medien vernetzte“, tiefgläubige Katholiken bekannt, die sich aktiv am Gemeindeleben beteiligten.

Während der o. g. Messe in HCM-Stadt wurden die Namen der 40 Inhaftierten verlesen. Teilnehmer der Messe werden mit Aussagen zitiert, sie wollten „öffentlich die Repressionen der Regierung“ anprangern und das Versagen von „grundlegenden Menschenrechten“ deutlich machen. Bruder Anton vom Orden der Redemptoristen in Vietnam sagte dazu:

Sie (die Regierenden, Anm. d. Ü.) denken, die beste Art, das Land zu regieren, wäre, es durch das Inhaftieren von Pro-Demokratie-Aktivisten und einfachen Gläubigen zu tun. Sie haben Unrecht. Je größer die Unterdrückung, desto größer wird auch der Wunsch nach einer reifen Demokratie.

Für die Gläubigen Vietnams sind die Tage des Schweigens vorbei und immer mehr Menschen sprechen offen über die staatlichen Verfolgungen.

BITTE BETEN SIE WEITERHIN FÜR DIE CHRISTEN IN VIETNAM. IHRE STÄRKE IST UNSER ALLER STÄRKE IM GLAUBEN.

(Quelle: „asianews.it“ vom 16. August 2011)

 

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