Malaysia: Islamische Gruppierungen rufen nach frischen Gesetzen

Wie ich bereits in meinen Anmerkungen zur nationalen „Monokultur“ angedeutet habe, gibt es in vielen asiatischen Ländern einen fatalen Trend zur religiös-politisch-ethnischen Gleichschaltung. Dies wird immer stärker auch in Malaysia deutlich.

Malaysia

Diese Tendenz äußert sich zunehmend in diskriminierenden Gesetzen, die speziell gegen die Religionspraxis von Christen gerichtet sind. In Ländern wie Pakistan, Indien etc. gibt es aus national-religiösen Kreisen immer wieder Bestrebungen, durch eine entsprechende Gesetzgebung die Mehrheitsreligion zu bevorzugen und alle anderen Glaubensgemeinschaften als „nicht unserer Kultur entsprechend“ zu diskriminieren. Entsprechende Ideen finden in Sätzen wie „ein echter Usbeke (oder Pakistani, Malaye, Inder etc.) ist Muslim/Hindu“.

Nun haben 22 islamische NGOs (Nichtregierungsorganisationen) in Zusammenarbeit mit der Islamischen Partei Malaysias (PAS) die Regierung des Landes dazu aufgefordert, Gesetze gegen das Evangelisieren von Muslimen und gegen das Verlassen des Islam (Apostasie) generell zu schaffen. Malaysia, das mehrheitlich von Muslimen bewohnt wird, hat den Islam als Staatsreligion in der Verfassung festgeschrieben und in den westlichen Bundesstaaten wird bereits die Scharia als Grundlage der Gesetzgebung benutzt.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht unwahrscheinlich, dass diesen Forderungen der diversen, islamischen Organisationen entsprochen wird. Konkret würde dies bedeuten, dass der Versuch, Muslime zu evangelisieren unter (vermutliche drakonische) Strafen gestellt würde. Den biblischen Auftrag, das Evangelium „aller Welt zu verkünden“ können wir in Malaysia dann, ebenso wie im Iran etc. , wohl vergessen. Ebenso würde jeder Muslim, der dennoch seinen Glauben wechseln will, entsprechend der Scharia und der islamischen Tradition, Gefahr laufen, sein Leben zu verlieren, da Apostasie in der gewohnt strengen Rechtsauslegung natürlich „mit dem Tode“ zu bestrafen wäre.

Angesichts des jüngsten Überfalls staatlicher Behörden auf ein kirchliches Spendendinner in der Damansara Utama Methodistenkirche von Petaling Jaya am 03. August 2011, ist das antichristliche Klima im Lande ohnehin derzeit geradezu „mit den Händen zu greifen“. Es gilt, die Lage im Lande weiter zu beobachten, die Tendenz sieht aber eher weniger hoffnungsfroh aus.

BITTE BETEN SIE WEITERHIN FÜR DIE CHRISTEN MALAYSIAS. SIE BRAUCHEN UNSERE AUFMERKSAMKEIT, UNSER GEBET UND UNSERE SOLIDARITÄT.

(Quelle: „Jakarta Globe“ vom 15. August 2011)

 

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