Deutschland: Uni knickt vor Genozid-Leugnern ein

Der Genozid an den Armeniern ist von allen seriösen Historikern als trauriges Faktum anerkannt. Das Osmanische Reich betrieb im Ersten Weltkrieg den ersten „Religiozid“ an den zu „Feinden im Inneren“ deklarierten, christlichen Armeniern.

Deutschland

Erst unlängst berichteten wir über die Eröffnung eines Forschungszentrums zu diesem Thema in der Brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam (siehe hier). Nun war für den heutigen Samstag, den 28. Mai 2011, ein Vortrag an der Universität Stuttgart vorgesehen, welcher diesem Thema gewidmet sein sollte. Die Hauptrednerin Tessa Hoffmann wollte zum Thema „Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung der Christen im Osmanischen Reich“  referieren.

Die Uni sagte jedoch kurzfristig die dafür zugedachten Räume ab und berief sich dabei auf ihre „Neutralität“, zumal angesichts der Tatsache, dass sich „türkische Kreise aus Berlin“ über das vorgesehene Thema beschwert hätten. Neutral zu sein, bedeutet eigentlich, keine Position einzunehmen und die wissenschaftliche Distanz zu wahren. Die Uni Stuttgart hat aber in der Frage, ob man den Genozid an den Armeniern thematisieren dürfe, sehr wohl eine Position eingenommen, nämlich die offizielle Position der Türkei. Denn diese leugnet die Geschehnisse bis heute und versucht weltweit, das Ansprechen der Fakten zu unterbinden. Damit war sie jetzt ein weiteres Mal erfolgreich.

Damit versucht sie auch ein ums andere Mal, die wissenschaftliche Forschungsfreiheit und die freie Meinungsäußerung in diversen „westlichen“ Ländern, die dies zulassen, einzuschränken. In diese Reihe stellt sich nun auch die Hochschule in Stuttgart (ein Schelm, wer dabei eine Verbindung mit der Machtübernahme der traditionell Türkei- und Islamfreundlichen Grünen im „Ländle“ sieht !), die durch irrationalen, politischen Druck zum Einknicken vor dem Schweigekartell gezwungen wird. Glücklicherweise wird die Veranstaltung doch stattfinden und zwar an anderem, nicht der Universitätsleitung unterstehenden, Orte.

Wer die Fakten des Armenier-Genozids näher beleuchtet sehen will, möge sich die ebenso informative wie hochemotionale Dokumentation „Aghet, ein Völkermord“ ansehen. (Trailer unter:

http://videos.arte.tv/de/videos/aghet_ein_voelkermord_trailer_-3842796.html )

BITTE BETEN SIE FÜR DIE FORSCHUNGS- UND MEINUNGSFREIHEIT IN UNSEREM LAND. SIE SIND IN GEFAHR, WENN ES AUSLÄNDISCHEN REGIERUNGEN GELINGT, UNS DENKBLOCKADEN AUFZUERLEGEN !

(Quelle: „FAZ.net“ vom 27. Mai 2011)

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