Myanmar: Völkermord im toten Winkel der Weltöffentlichkeit

Es ist unglaublich, aber auch im 21. Jahrhundert, in der „globalisierten Welt“, kann es vorkommen, dass ein Genozid vollkommen „übersehen“ wird und das sogar scheinbar mit voller Absicht.

Myanmar

Wie die Hilfsorganisation „Vision Beyond Borders“ wiederholt mitteilte, findet derzeit in Myanmar eine gezielte Auslöschung indigener Stämme statt, da der Staat deren Land als mögliche Fundorte von Rohstoffen beschlagnahmen will. Das diktatorische Militärregime in Myanmar benötigt die auf diese Weise ermöglichten Exporterlöse, um seine Macht aufrechterhalten zu können.

Es können nur Schätzungen darüber angestellt werden, wie viele Menschen durch das Regime und seine Handlanger bereits ermordet wurden. Eine dieser Schätzungen geht von ca. 500.000 Toten innerhalb der letzten 5 Jahre aus, wobei mindestens 4.300 Dörfer „ausradiert“ wurden. Sogar die U. N. sprechen ganz offiziell von einem Völkermord.

Vor allem trifft es den Stamm der „Karen“, die zu mindestens 40 % Christen sind und bei denen unter dieser Verfolgung eine gewaltige Erweckung stattgefunden hat. Die „Mühseligen und Beladenen“ dieser Welt finden unseren Herrn Christus eben immer. Aber das bedeutet leider nicht, dass ihnen auch Aufmerksamkeit geschenkt wird. Mindestens 15.000 Karen sind in den letzten Wochen nach Thailand geflohen und benötigen dort dringend Hilfe und Zuspruch. Was vielen nicht bewusst ist: auch die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ist Halb-Karen.

Die internationalen Medien haben jedoch sehr wenig über diese Vorgänge berichtet. Patrick Klein von „VBB“ berichtet, dass kleinere, regionale Nachrichtenagenturen, oder -medien meist nichts von diesen Vorgängen wüssten, während die größeren Medien zwar informiert wären, jedoch keinerlei Interesse an dem Thema haben. Die Vertreterin eines großen US-Mediums habe beispielsweise im direkten Gespräch gesagt: „Die Amerikaner wollen das jetzt nicht hören.“ Und die Europäer wohl auch nicht, wenn man die Medien auf unserer Seite des Atlantik mal betrachtet. Klein sagt weiter:

„Die Karen rufen: Wo ist die Welt ? Wo sind unsere Brüder und Schwestern in Christus ? Warum helfen sie uns nicht ?“ Eine, nach Ansicht des BGVK, berechtigte Frage.

Ein englischsprachiges Video über „Vision Beyond Borders“ und vor allem über die Karen von Myanmar kann man hier sehen:

WIR BITTEN DARUM: SPRECHEN SIE ÜBER DIE KAREN, BETEN SIE FÜR DIE CHRISTEN IN MYANMAR UND DIEJENIGEN, DIE IN NACHBARSTAATEN GEFLOHEN SIND. LASSEN SIE DIE GESCHWISTER NICHT ALLEIN, DENKEN SIE AN SIE, BETEN SIE BITTE FÜR IHR WOHLERGEHEN !

(Quelle: „mission network news“ vom 16. Februar 2011)

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